Erste Derbyniederlage
Es war das dritte Derby der laufenden Saison. Bisher gingen beide Duelle in Bad Tölz an die Löwen. Axel Kammerer musste krankheitsbedingt auf Topscorer Topi Piipponen und Dominik Daxlberger verzichten. Letzendlich mussten sich die Löwen im Olympia-Eissportzentrum mit 7:4 (1:1, 4:1, 2:2) geschlagen geben.
Die Teams lieferten sich von der ersten Sekunde an ein hochkonzentriertes Match. Die Löwen waren zu Beginn strukturierter als ihre Gegner und hatten das Chancenplus auf ihrer Seite. Mit zunehmender Spieldauer konnten sich die Garmischer immer öfter festspielen, leisteten sich allerdings die erste Strafzeit. Das hervorragende Powerplay der Buam schlug auch im Olympia-Eissportzentrum zu: beim Schuss von Ersatz-Goldhelm Ludwig Nirschl versperrten Toms Prokopovics und Andreé Hult SCR-Goalie Mechel die Sicht und der Puck schlug ein (12.). Danach durften auch die Garmischer mit einem Mann mehr attackieren – ebenfalls erfolgreich. Anselm Gerg drehte sich geschickt in den Slot und glich vor der Weiß-Blauen Ostkurve aus (17.). Nur kurze Zeit später musste erneut ein Löwe auf die Strafbank, diesmal hielt das Tölzer Bollwerk dem Druck stand. Der ausgeglichene Spielstand zur Pause ging so in Ordnung.
Der zweite Abschnitt begann für die Löwen richtig gut. Durch Ludwig Nirschl konnte Bad Tölz erneut in Führung gehen (21.), wenig später parierte Matthias Bittner einen Penaltyschuss. Kurze darauf mussten die Löwen in Unterzahl ran und kassierten den Ausgleich. Sehenswert herausgespielt vollendete am Ende Alexander Höller für die Garmischer. Es folgte der SCR-Doppelschlag. Noch in der selben Minute gelang Parker Colley, unglücklich von einem Löwen abgefälscht, der Führungstreffer (26.). Die Garmischer witterten Siegesluft und hatten das Momentum fortan auf ihrer Seite. Vor allem der erste weiß-blaue Block tauchte immer wieder gefährlich vor Bittner auf. Folgerichtig waren es wieder die Garmischer, die trafen. Quirin Glas-Bader hatte bei der Einfahrt ins Drittel zu viel Platz und konnte auf 4:2 erhöhen (36.). Damit war es noch nicht genug: Bad Tölz hatte Powerplay, ein Pass ging ins nichts und Charles Risk war auf und davon (40.). Für die Löwen war es eine große Hypothek, die sie im letzten Drittel wettmachen mussten.
Die Buam starteten mit viel Dampf ins letzte Drittel und konnten tatsächlich nach einem zunächst erfolglosen Powerplay durch Rückkehrer Andreé Hult verkürzen (47.). Vor allem die erste Reihe der Löwen spielte wie aus einem Guss, kam aber nicht an Mechel vorbei. Auf der anderen Seite klingelten im SCR-Powerplay wieder alle Alarmglocken. Nach knapp dreißig Sekunden zappelte die Scheibe durch Charles Risk im Netz (54.). Damit wurde es für die Löwen nochmal schwerer, hier Zählbares mitzunehmen. Hoffnung machte das letzte Tor der Tölzer. Alex Grossrubatscher fälschte einen hohen Pass von Ludwig Nirschl in der Luft ab und verkürzte noch einmal (56.). Axel Kammerer nahm seine Auszeit und setzte alles auf eine Karte. Tatsächlich traf Nirschl den Pfosten, im nächsten Augenblick gelang erneut Risk dann der Empty-Netter (59.) zum 7:4 Endstand.