Ausgleich verpasst
Nach dem Heimsieg der Trappers zwei Tage zuvor wollten die Buam am Sonntag unbedingt den Serienausgleich schaffen. Enorm hohes Tempo und hartes, aber faires Körperspiel boten die beiden Kontrahenten den 2504 Zuschauern in der Hacker-Pschorr Arena. Letztlich setzten sich die Gäste knapp mit 2:4 (0:2, 2:1, 0:1) durch.
Die Tilburger starteten wie schon im Spiel zuvor schnörkellos und direkt in Richtung Enrico Salvarani, während die Löwen eher abwarteten und auf Konter lauerten. Recht schnell fiel dann auch das erste Tor: Oliver Borgman zog von der blauen Linie, als dem Tölzer Keeper die Sicht versperrt war (6.). Giovanni Vogelaar ließ zwei Minuten später das 0:2 nach einem erfolglosen Konter der Buam folgen (9.). Die Gäste störten die Löwen schon sehr früh im Aufbau und erstickten sämtlich Bemühungen im Keim. Die beste Möglichkeit im ersten Drittel hatte Michael Schuster, der jedoch an Cedrick Andree scheiterte.
Ins zweite Drittel starteten die Tölzer deutlich besser. Das Tempo war erneut enorm hoch und das Spiel wurde offener. Bad Tölz nahm die Geschwindigkeit jetzt an und setzte körperliche Akzente. Trotz des starken Kampfes gelang zunächst Reno de Hondt mit einer geschickten Körpertäuschung das 0:3. Keine dreißig Sekunden dauerte es danach, ehe Ludwig Nirschl einen starken Handgelenkschuss an Andree vorbei in die Maschen drosch. Wiederum exakt zehn Sekunden später lief der Samba di Janeiro erneut! Leicht abgefälscht bekam auch Nicolas Sauer seinen Schlagschuss im Tor unter (32.). Damit war der Anschluss hergestellt und die Partie wieder völlig offen. Für die Löwen galt es, den Schwung in die letzten 20 Minuten mitzunehmen.
Die Räume wurden ziemlich eng gehalten, beide Teams mussten immer wieder zügig umschalten. Es war ein wahnsinnig schnelles Spiel, bei dem beide Teams gleich nah am nächsten Tor dran waren. Zunächst hatte Tilburg mehr Spielanteile, scheiterte jedoch immer wieder an Salvarani. In den letzten zehn Minuten drückten dann die Tölzer vehement aufs Gaspedal und schrammten mehrfach knapp am Ausgleich vorbei. Im Stile einer Topmannschaft nutzte die Reihe um Matt McLeod drei Minuten vor dem Ende eine kleine Unaufmerksamkeit der schwarz-gelben Hintermannschaft aus und sorgte für den 2:4 Endstand (58.). Auch eine Auszeit und ein sechster Feldspieler halfen nichts mehr – Tilburg holt in der Kurstadt die 2:0-Serienführung.